Sankt Petersburg
St. Petersburg ist mit über 4,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Russlands. An der Mündung der Newa in den Finnischen Meerbusen gelegen wurde sie 1703 von Zar Peter dem Großen gegründet um den Anspruch Russlands auf Zugang zur Ostsee durchzusetzen. Die Stadt wurde allerdings nicht nach Peter dem Großen sondern nach dessen Schutzheiligen, dem Apostel Simon Petrus benannt. Nach Ausbruch des 1. Weltkrieges wurde der Name Stadt 1914 zu Petrograd russifiziert.
Nach dem Tod Lenins wurde die Stadt im Januar 1924 auf Antrag der örtlichen Parteiführung in Leningrad umbenannt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion führte eine Volksabstimmung mit einer knappen Mehrheit zur Rückbenennung in Sankt Petersburg. Die in einem Sumpfgebiet erbaute Stadt bestand ursprünglich aus 42 Inseln. Allerdings wurden jedoch die Kanäle zwischen einigen Inseln zugeschüttet, so dass es heute nicht mehr so viele sind.
Durch ihre Lage auf ungefährer Meereshöhe mussten die Ufer um zwei bis vier Meter erhöht und mit Granitgestein verkleidet werden. Diese Granitverkleidung ist heute noch typisch für St. Petersburg. Durch ihre Lage ist die Stadt auch stark hochwassergefährdet. Seit ihrer Errichtung wurden fast 300 Überschwemmungen gezählt. Die gefährlichsten davon entstehen, wenn der Wind das Wasser in die Bucht drückt.
Da St. Petersburg auf demselben Breitengrad wie Oslo und Stockholm liegt sind auch hier aufgrund der Sommersonnenwende die sogenannten „weißen Nächte“ in denen es nicht vollständig dunkel wird bekannt. Eine der Hauptattraktionen der Stadt ist die Sommerresidenz Peters des Großen, Schloss Peterhof. Aber auch sonst gibt es viel zu sehen in dieser streng nach Plan errichteten Stadt.